Songarchiv/Sieben Sonette/Track 04 von 07
Sonnet 30
Sonett 30 · Zur Sitzung des süßen stillen Denkens
- Vorlage
- William Shakespeare
- Lebensdaten
- 1564 – 1616
- Album
- Sieben Sonette
- Länge
- 5:44

Konzeptalbum · sieben Sonette · William Shakespeare
Einordnung: Sonnet 30 nach William Shakespeare
Shakespeare führt Buch über seine Verluste, wörtlich: Rechnung, Ausgaben, bezahlen. Die Trauer ist hier eine Buchhaltung, die immer wieder von vorn beginnt — und mit einem einzigen Gedanken gelöscht wird. Im Song ist die Buchhaltung der gleichmäßige Puls, der erst im Schluss aussetzt.
Anmerkung zur Übersetzung
Die kaufmännischen Wörter haben wir bewusst nicht poetisiert: Rechnung bleibt Rechnung.
Sonnet 30 — englischer Originaltext und deutsche Übersetzung
Original · English|Übersetzung · Deutsch
When to the sessions of sweet silent thought
I summon up remembrance of things past,
I sigh the lack of many a thing I sought,
And with old woes new wail my dear time's waste:
5Then can I drown an eye, unused to flow,
For precious friends hid in death's dateless night,
And weep afresh love's long since cancelled woe,
And moan the expense of many a vanished sight:
Then can I grieve at grievances foregone,
10And heavily from woe to woe tell o'er
The sad account of fore-bemoaned moan,
Which I new pay as if not paid before.
But if the while I think on thee, dear friend,
All losses are restored and sorrows end.
Hinweis
Der englische Originaltext stammt von William Shakespeare und ist gemeinfrei. Die deutsche Fassung daneben ist eine Lesefassung Zeile für Zeile — kein Ersatz für das Original, sondern der zweite Zugang dazu. Vertont im Genre New Kraut, nachzuhören auf Sieben Sonette.
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